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12.04.2008, 14:44 Uhr | MAZ
SCHULE: Abitur-Bedarf steigt
CDU fordert Kooperation mit Hoffbauer
POTSDAM / KLEINMACHNOW - Die Kleinmachnower CDU schlägt vor, zusammen mit der Hoffbauer-Stiftung ein gymnasiales Angebot in der Gemeinde zu schaffen. Das hat der CDU-Abgeordnete Guido Beermann im Bildungsausschuss erklärt.
Hintergrund dieser Überlegungen ist der Wunsch der Hoffbauer-Stiftung, ihr evangelisches Gymnasium auf dem ehemaligen Siemens-Gelände zu eröffnen. Allerdings existiert ein Mietvertrag zwischen der Stiftung und der Stadt Teltow über die ehemalige Bürgel-Oberschule. Frank Hohn, Hoffbauer-Vorstandsvorsitzender, verhandelt aber derzeit mit Hubert Haupt, Eigentümer des Siemens-Areals, über einen Mietvertrag.

Selbst wenn die Verhandlungen zu einem Erfolg führen, könne der Bedarf an Gymnasialplätzen nicht vollständig gedeckt werden, so die CDU. Deshalb halten die Christdemokraten an ihrer Forderung fest, den Bau eines kommunalen Gymnasiums zu prüfen. Als Teillösung streben sie eine gemeinsame Schulträgerschaft mit Hoffbauer an. Um zu klären, ob dies möglich ist, bitten sie Kleinmachnows Bürgermeister Wolfgang Blasig (SPD), Gespräche mit der Stiftung aufzunehmen. Blasig soll zudem prüfen, ob den kommunalen Kindern geringere Schulgebühren als den Privatschülern berechnet werden können und ob alternativ zum naturwissenschaftlichen Angebot am Weinberg-Gymnasium ein sprachliches, musisches oder künstlerisches Profil etabliert werden kann. „Der Bedarf ist da, denn 78 Prozent der Kinder besuchen ein Gymnasium“, sagt CDU-Chef Wolfgang Nieter.

„Mir ist nicht bekannt, dass es im Schulgesetz einen Passus gibt, der es erlaubt, unterschiedliche Gebühren an einer Schule zu berechnen“, sagte der SPD-Abgeordnete Frank Nägele. Dies hat auch Lutz Ausserfeld, Verwaltungsdirektor des Teltower Diakonissenhauses (Diako), im Sozialausschuss in Teltow bestätigt. Das Diako möchte dort als freier Träger eine vierte Grundschule eröffnen und plante, das Schulgeld für Teltower zu erlassen. ekö

AUF EIN WORT: Einmalig
Jürgen Stich über die vielfältigen Bildungsangebote in Kleinmachnow (Kommentar in der MAZ vom 11. April 2008)
In Kleinmachnow kristallisiert sich eine Bildungslandschaft heraus, die in Brandenburg wohl einmalig ist. Die große Anzahl an Kindertagesstätten, Grund- und weiterführenden Schulen ist nicht überraschend, gilt der Ort doch als kinderreichste Kommune Deutschlands. Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis Verwaltung und Gemeindevertreter Struktur in den Schulbereich gebracht haben – manchmal kam auch der Zufall zu Hilfe.

Inzwischen hat sich der Seeberg zu einem vielfältigen Campus herausgeputzt. Neben der Internationalen Schule, die noch an der baulichen Vollendung feilt, entsteht ein Standort alternativer Pädagogik mit Waldorf-Kindergarten und Schule. Derzeit laufen die Vorbereitungen dafür, dass die Kinder aus den Baracken herauskommen und in Neubauten umziehen können. Das zweite Standbein entwickelt sich zwischen Weinberg und ehemaligem Siemensgelände. In Zukunft wird es dort zwei Gymnasien, eine Grundschule, einen Kindergarten und die Kreismusikschule geben. Nicht zu vergessen ist die Gesamtschule neben dem Rathausmarkt, für die ebenfalls Geld investiert wird. Allerdings ist die planungsrechtliche Absicherung der Schulstandorte noch nicht in jedem Fall gelungen. Darauf sollten Verwaltung und Abgeordnete intensiv hinarbeiten.

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